52 Jahre Clubgeschichte sind es wert, einen kurzen Rückblick in die Vergangenheit zu halten, die nicht immer einfach zu bewältigen war.

Gegründet am 7. November 1959 als ERC Homburg dauerte es fast ein ganzes Jahr, bis die Mitgliedschaft im saarländischen Eis- und Rollsportverband erhalten wurde.

Rollschuhlaufen war „in“ in Homburg – bei den großen Schaulaufveranstaltungen der „Rollschuhwirbels“, an denen manchmal sämtliche Weltmeister teilnahmen, säumten über 3500 Zuschauer die Bahn am Waldstadion!

Die Rollhockeyspieler trugen ihre Rundenspiele aus, und auch im Rollschnellauf entwickelten sich Talente bis zur Deutschen Meisterschaft.

Von Anfang an stand stets Gymnastik auf dem Programm – nach einer denkwürdigen Vorstandssitzung, die in Spanien stattfand, wurde eine Boule-Abteilung gegründet, die regelmäßig auf der Anlage am Angelweiher in Beeden trainiert.

Die über 100 Kunstläufer hatten die Möglichkeit, auf der Eisbahn des kanadischen Flugplatzes Zweibrücken (3 rd Wing der Royal Canadian Air Force), der später in amerikanische Verwaltung überging, in den Wintermonaten Eiskunstlauf zu betreiben.

Dadurch konnten viele neue Mitglieder aus Zweibrücken und dem pfälzischen Raum gewonnen werden, sodaß von den 400 Mitgliedern je die Hälfte aus dem Saarland und der Pfalz stammte. Dies führte dazu, daß die Mitgliederversammlung am 7. November 1970 die Umbenennung in „ERC Homburg-Zweibrücken“ beschloß, und der Club auch in Zweibrücken eingetragen wurde.

In der Folgezeit schied der Club aus dem saarländischen Verband aus und blieb seither Mitglied im Rheinland-Pfälzischen Eis- und Rollsportverband.

Durch die Unterstützung der amerikanischen Flugplatzverwaltung konnte sich der Eiskunstlauf voll entwickeln.

Neben Schaulaufveranstaltungen waren es besonders die internationalen Wettbewerbe wie die „Silberne Rose“ im Eistanzen oder der „Karlsberg-Stern“, die ein breites Publikumsinteresse wachriefen.

Am 3. Juli 1976 kamen die Vorstände der Eislaufvereine Amneville, Luxemburg und Homburg-Zweibrücken überein, eine grenzüberschreitende Zusammenarbeit im Eissport zu beginnen.

Das Cluborgan „HAZETTE“ sollte auch für die beiden neuen Vereine zweisprachig herausgeben werden, gegenseitige Einladungen zu Schaulaufveranstaltungen wurden vereinbart, und alljährlich sollten beim „HAZETTE-Pokal“ die Läufer der drei Vereine aufeinandertreffen. Diese Kooperation hat bewiesen, daß man mehr erreicht, wenn man zusammenarbeitet – vor allem hat der Sport davon profitiert.

So hoffe ich, daß über diese positive Entwicklung auch beim nächsten Clubjubiläum berichtet werden kann – danke Allen, die uns in unserer Arbeit für den Sport geholfen haben und wünsche uns für die Zukunft weiterhin Unterstützung und Erfolg.


Dr. Klaus-Peter Kwiet

1. Vorsitzender ERCHZ